Autodidakt und trotzdem systematisch
Ohne Studium fehlt der Lehrplan, nicht die Fähigkeit. Wie ich Lücken finde, bevor sie in Produktion auffallen.
ArbeitsweiseLernen
Der Nachteil des Selbststudiums ist nicht das fehlende Papier. Es ist die fehlende Landkarte: Man weiß nicht, was man nicht weiß.
Lücken sichtbar machen
Drei Dinge, die bei mir zuverlässig funktionieren:
- Fremden Code lesen, der funktioniert. Nicht Tutorials — echte Projekte mit Historie. Die interessanten Stellen sind die, an denen jemand etwas anders gemacht hat, als ich es getan hätte.
- Erklären erzwingen. Wenn eine Erklärung ins Stocken gerät, sitzt dort die Lücke. Zuverlässiger als jedes Selbstvertrauen.
- Grundlagen nachziehen, wenn sie weh tun. Ich habe Datenbank-Isolationsstufen gelernt, nachdem ein Race-Condition-Bug drei Tage gekostet hat. Nicht elegant, aber es sitzt.
Was Systematik hier heißt
- Jede Entscheidung mit Konsequenz bekommt eine kurze Notiz: Was, warum, welche Alternative verworfen.
- Kein Refactoring ohne Tests, die vorher rot sind.
- Ein Projekt gilt erst als fertig, wenn jemand anderes es nach der Anleitung starten kann.
Was ich mir spare
Zertifikate ohne Anwendung. Framework-Wechsel aus Neugier mitten im Projekt. Und die Vorstellung, irgendwann „genug" zu wissen, um anzufangen.